schnauben


schnauben
schnauben Vsw std. (14. Jh.), mhd. snūben "schnarchen, schnauben" Stammwort. Gehört zu schnaufen, mhd. snūfen, wobei wegen der schlechten Bezeugung unklar ist, ob es sich um regionale Varianten oder ursprünglich verschiedene Auslaute handelt. Schnauben kann seit frühneuhochdeutscher Zeit auch stark flektieren, was aber nicht ursprünglich sein muß. Die Wörter gehören zu einer großen Gruppe von Bildungen, die die mit der Nase hervorgebrachten Laute, den Nasenschleim, das Niesen usw. bezeichnen. Sie hängen lautlich vielfach miteinander zusammen, sind aber nicht auf einen einheitlichen Ausgangspunkt zurückführbar. Neben g. * sneu-, zu dem auch anschnauzen, schnäubig, Schnauze, schnaufen, schniefen, schnippisch, schnüffeln, Schnupfen, schnupfen, Schnuppe, schneuzen, schnobern, Schnodder, schnökern, schnuppern u.a. gehören, steht * hneus in niesen, * fneh-, * fneus- in ahd. fnehan, anord. fnýsa, fnœsa, nhd. Pfnüsel usw. mit ebenso auseinanderfallenden Vergleichsmöglichkeiten in den außergermanischen Sprachen. Vgl. nndl. snuiven.
Weimann, K.-H. ZM 23 (1955), 151-153. deutsch d.

Etymologisches Wörterbuch der deutschen sprache. 2013.

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  • Schnauben — Schnauben, verb. reg. act. noch häufiger aber neutr. mit dem Hülfsworte haben. Es ist eine Onomatopöie und ahmet das heftige Ausstoßen und Einziehen des Athems durch die Nase genau nach, dessen noch stärkerer Grad durch schnaufen ausgedruckt wird …   Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart

  • schnauben — »laut atmen«: Das ursprünglich niederd. und mitteld. Verb (im 14. Jh. schles. snūben »schnarchen«; entsprechend mnd. snūven, niederl. snuiven »schnauben«) gehört zu einer großen Gruppe lautnachahmender Bildungen mit dem Anlaut sn und… …   Das Herkunftswörterbuch

  • Schnauben — Schnauben, 1) den Athem mit Heftigkeit durch die Nase einziehen u. ausstoßen; 2) heftig Athem holen …   Pierer's Universal-Lexikon

  • schnauben — V. (Oberstufe) sehr laut durch die Nase atmen (in Bezug auf bestimmte Tiere) Beispiel: Der Hengst schnaubte missmutig und versuchte sich aus dem festen Griff zu lösen …   Extremes Deutsch

  • schnauben — 1. blasen, fauchen, prusten; (südd., österr.): pfauchen; (landsch.): schnieben. 2. sich aufregen, aus der Fassung geraten, außer sich geraten/sein, sich entrüsten, entrüstet/erregt sein, in Harnisch/Wut/Zorn geraten, wild werden; (geh.):… …   Das Wörterbuch der Synonyme

  • schnauben — schnau·ben; schnaubte / veraltet schnob, hat geschnaubt / veraltet geschnoben; [Vi] 1 ein Pferd schnaubt ein Pferd macht ein lautes Geräusch, indem es kräftig durch die Nase atmet 2 (vor etwas (Dat)) schnauben sich vor Wut o.Ä. kaum mehr… …   Langenscheidt Großwörterbuch Deutsch als Fremdsprache

  • Schnauben — 1. Et gaid, dat et sniuwed, sach de Junge, doa räit hä opper Suege. (Hemer in der Grafschaft Mark.) – Frommann, III, 260, 29. 2. Wer zu hart schnaubet, der locket Blut heraus. – Pauli, Postilla, 99a. *3. Er schnaubt als wenn man nasses Stroh ins… …   Deutsches Sprichwörter-Lexikon

  • schnauben — nach Luft ringen; keuchen; hecheln; japsen (umgangssprachlich); schnaufen; röcheln; heftig atmen; nach Atem ringen * * * schnau|ben [ ʃnau̮bn̩] <itr.; hat: geräuschvoll durch die Na …   Universal-Lexikon

  • schnauben — schnau|ben ; du schnaubst; du schnaubtest (veraltend schnobst); du schnaubtest (veraltend schnöbest); geschnaubt (veraltend geschnoben); schnaub[e]! …   Die deutsche Rechtschreibung

  • schnieben — schnie|ben 〈V. intr.; hat; mdt.〉 = schnauben [nachträgl. Bildung eines starken Präsens zum Prät. schnob; → schnauben] * * * schnie|ben <sw., seltener st. V.; hat (landsch.): ↑ schnauben (1). * * * schnie|ben <sw., seltener st. V.>… …   Universal-Lexikon


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